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Humor - Gedichte
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16. Geschämig tritt die falbe Aurora vor das Himmelshaus,
da legt die graue Schwalbe fromm plaudernd ihr die Träume aus.
Da sinken in das Blaue der Sterne Geisteraugen ein,
da wäscht sich in dem Taue das Licht den Sonnenschleier rein.
(Clemens Brentano)
   
15. Nun trifft es mich, wie's jeden traf,
ich liege wach, es meidet mich der Schlaf,
nur im Vorbeigehn flüstert er mir zu:
"Sei nicht in Sorg', ich sammle deine Ruh,
und tret' ich ehstens wieder in dein Haus
so zahl' ich alles dir auf einmal aus."
(Theodor Fontane)
   
14. Die Tugend will nicht immer passen,
im ganzen läßt sie etwas kalt,
und daß man eine unterlassen, vergißt man bald.
Doch schmerzlich denkt manch alter Knaster,
der von vergangnen Zeiten träumt,
an die Gelegenheit zum Laster, die er versäumt.
(Wilhelm Busch)
   
13.

Wenn silbrighell der Mond die Nacht erhellt,
die schweigsam in der Stille liegt
und sich der Mensch in Träumen wiegt,
spürt man den Zauber unsrer Welt!
Wenn silbrighell die Wasser rauschen
und Blätter sich im Nachtwind wiegen,
dann sollt` man nicht in Träumen liegen,
dann sollt` man in die Stille tauchen!
(Marie-Luise Bald)

   
12. Wer hat nicht schon in Situationen gespürt,
daß er geleitet wird, daß man auf Schritt und Tritt
von jemanden begleitet wird.
Da sind die unsichtbaren Helfer, die Tag und Nacht
im Einsatz stehn, wär in der Welt doch nichts als Liebe,
könnte man sie wirklich sehn.
(Gisela Solms-Wildenfels)
   
11. Wie schön, wenn Dir die Heiterkeit vermählt,
wenn Dich das Schicksal auf die Sonnenseite stellt.
Verschenk die seltene Gabe, gib sie weiter,
den meisten Menschen ist der Ernst kein lustiger Begleiter.
(Rosamunde Bushart)
   
10. Ich ruhe still im hohen, grünen Gras und
sende lange meinen Blick nach oben,
von Grillen rings umschwirrt ohne Unterlaß,
von Himmelsbläue wundersam umwoben.
Und schöne, weiße Wolken ziehn dahin
durchs tiefe Blau, wie schöne Träume.
Mir ist, als ob ich längst gestorben bin,
und ziehe selig mit durch ew'ge Räume.
(Hermann Ludwig Allmers)
   
9. Das ist ein häßliches Gebrechen,
wenn Menschen wie die Bücher sprechen.
Doch reich und fruchtbar sind für jeden
die Bücher, die wie Menschen reden.
(Oskar Blumenthal)
   
8.
Oft erleiden wir Schiffbruch ohne unterzugehen,
oft stürzen wir von Klippen ohne zu zerschellen,
oft öffnet sich die Erde ohne uns zu verschlingen,
oft fängt uns der Engel auf ohne daß wir danken.
(Gisela Solms-Wildenfels)
   
7. O heischt nicht,
daß man kühl und achtsam im Grenzbild seiner Kräfte lebt
und daß man niemals unbedachtsam das eigene Können überstrebt.
Der Selbstvergrößerung Rausch und Wonne erhält lebendig dich und mich -
denn jeder braucht, wie Luft und Sonne, den Aberglauben an sein Ich.
(Oskar Blumenthal)
   
6. Soweit man schaut, wohin man sieht,
hängt alles voller perlengleichem Tau,
auf allem was da grünt und blüht,
an jedem First, an jedem Bau!
Die Wiesen, bunt, in Farbenpracht Rapsfelder,
gelb und dicht erblühten, herrlich, über Nacht,
bei morgenklarer Sicht!
(Marie-Luise Bald)
   
5.
Geflügelt ist das Glück und schwer zu binden,
nur in verschlossner Lade wird's bewahrt.
Das Schweigen ist zum Hüter ihm gesetzt.
Und rasch entfliegt es, wenn Geschwätzigkeit
voreilig wagt, die Decke zu erheben.
(Schiller)
   
4. Nichts ist heute so wichtig,
als daß es morgen nicht schon wieder unwichtig wäre.
(Oskar Stock)
   
3. Noch einmal fällt in meinen Schoß die rote Rose Leidenschaft;
noch einmal hab ich schwärmerisch in Mädchenaugen mich vergafft.
Noch einmal legt ein junges Herz an meines seinen starken Schlag;
noch einmal weht an meine Stirn ein juniheißer Sommertag.
(Theodor Storm)
   
2.
Was mit Unmaß man genießt, zumeist von großer Wirkung ist.
(Oskar Stock)
   
1. Mußt dich nur vom Neide reinigen,
dann verzehnfachst du dein Glück,
machst in jedem Augenblick
fremde Freuden zu den deinigen.
(Paul Heyse)